Niedermachen

Warum du nicht alles kommentieren und bewerten musst.

Ist dir auch schon aufgefallen, dass es Leute gibt, die zu ALLEM ihren Kommentar abgeben müssen?

Ungefragt.

Niedermachen

Und ganz schlimm wird es, wenn sie dann auch noch eine Bewertung dazu vornehmen und dadurch beurteilen und meistens ver-urteilen, was andere sagen und tun.

Steht uns das wirklich zu, aufgrund von ein paar wenigen Informationen, Verhalten, Situationen und Menschen zu be- oder verurteilen oder zu bewerten?

Meist beruhen die sogenannten „Fakten“ auch nur auf dem Hören-Sagen von Dritten… und sind gefiltert durch deren Wahrnehmung. Am Ende ist es dann so, wie bei der „Stillen Post“ früher. Der Satz vom Anfang ist am Schluss nicht mehr wiederzuerkennen, weil… nicht richtig verstanden, dazu gedichtet, weggelassen wurde.

Das heißt, derjenige reimt sich was zusammen, bildet sich eine Meinung und be- oder verurteilt lautstark etwas, was ihn nichts angeht und wovon er genau genommen nicht mal weiß, ob es sich wirklich so zugetragen hat, weil er oft selbst gar nicht dabei war!

Sind dir solche Situationen auch schon passiert? Und wie reagierst du dann?

  • Rechtfertigst du dich und versuchst zu erklären, dass das alles gar nicht stimmt?
  • Giftest du zurück und tischt deinem Gegenüber dann etwas auf, was seine Schwächen zeigt, ihn beleidigt, angreift, lächerlich macht, … um dich zu „rächen“?
  • Oder verletzen und überrumpeln dich solche Verbalangriffe derart, dass du gar nichts erwidern kannst und am liebsten heulend wegläufst, wenn du kannst?

Ständige Konkurrenzsituationen und immer und bei allem der/die Beste sein zu wollen, führen zu verbissenem Suchen nach den Fehlern der anderen, um selber gut dazustehen und verhindern erfolgreiche Lernbedingungen.

Und warum das Ganze?

Weil wir in der Schule über viele Jahre erleben, dass wir fehlerfrei sein müssen, um gut genug zu sein, statt aus unseren Fehlern lernen zu dürfen, um immer besser zu werden.

Deshalb beginnen viele Schüler schon während ihrer Schulzeit ihren Frust über die ständig aufgezeigten eigenen Schwächen durch Fehlersuchen und Niedermachen der Mitschüler auszugleichen, um sich selbst wieder besser zu fühlen.

Im schlimmsten Fall ist das ein ständiges, gegenseitiges Attackieren und Mobben.

Das genaue Gegenteil ist gegenseitige Hilfe, bei der der einzelne Schüler mit seinen Stärken dem hilft, dessen Stärke genau DAS nicht ist. Und umgekehrt braucht der Helfer vielleicht die Unterstützung eines anderen bei einer anderen Sache.

So entsteht eine Lernatmosphäre ohne Frust, ständige Ablenkung, Attacken und verlorenes Selbstvertrauen…

…eine Lernatmosphäre mit gegenseitigem Respekt, Toleranz und echtem Lernen, denn erfolgreich lehren – also jemandem etwas erklären, damit er es versteht – kann nur derjenige, der es selbst kapiert hat.

Eine geniale Methode, um auch für sich selbst zu sehen, wo man steht. Probier es aus!

Fakt ist, keiner hat NUR Stärken und keiner hat NUR Schwächen… auch wenn uns das oft so vorkommen mag.

  • Deshalb, nutze deine Stärken, baue sie aus und hilf damit deinen Mitschülern, statt von oben auf sie herab zu schauen.
  • Respektiere die Anderen und lass dich nicht dazu verleiten, bei dem gegenseitigen Niedermachen mitzumachen. Denn was hast du davon? Fühlst du dich wirklich besser, wenn du Streit herausforderst?
  • Konzentriere dich auf deine Lernziele, lass dir dabei helfen, sie zu erreichen und hilf anderen besser zu werden. Miteinander geht das viel schneller, einfacher und macht viel mehr Spaß.

Probiere es aus! Werde aktiv und überprüfe dein eigenes Verhalten. Gib dein Bestes für angenehme Lernbedingungen in der Schule. Es lohnt sich, denn du musst täglich viele Stunden dort verbringen.

Kreative Grüße für heute, Heike ;-)

P.S.: Noch mehr Inspiration gibt es auf Facebook und Instagram… du bist herzlich eingeladen, neugierig zu sein. ;-)

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